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Interview mit dem talentierten Nachwuchsmodel Ann-Cathrin
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Interview mit dem talentierten Nachwuchsmodel Ann-Cathrin

Vor einigen Monaten stand Anni noch während einer unserer impress me-Parties vor der Kamera, seither hat sich einiges auf ihrer Sedcard getan. Grund genug für uns mal nachzufragen, was in der Zwischenzeit alles passiert ist und das sympathische blonde Energiebündel zum Interview zu bitten.

Wie kamst du zum Modeln?

Eigentlich kam ich aus Zufall zum Modeln. Zuerst habe ich es im Sommer 2008 mit 17 beim MTZ- Modelcasting aus Spaß versucht. Leider wurde ich nicht genommen, was mich auch weiterhin nicht gestört hat. Später im November fragte mich eine Freundin, ob ich an dem Casting für den Whitelotus- Calendar teilnehmen möchte. Dort hatte ich mein erstes richtiges Shooting mit Dirk Weber, einem tollen Fotografen. Ich wusste zwar nicht wirklich, was ich machen sollte und war ziemlich unbeholfen. Meine Freundin meinte dann, dass ich einfach rumposen soll. Das habe ich dann auch getan und war unglaublich davon begeistert. Voller Freude wollte White lotus mich für den Kalender. Dirk Weber, der Fotograf gab mir gegen November dann Bilder, die ich wirklich wunderschön fand. Bis dahin kannte ich ja nur die unbearbeiteten Bilder von meiner Digicam. Irgendwann habe ich gesehen, dass Dirk in einer von vielen Model"karteien" war und habe mich dort auch angemeldet. Mit den tollen Einsteigerfotos habe ich gleich wunderbare und viele Anfragen bekommen. Daraus wurde dann ein ganzer Haufen Fotos.

Wie war dein erster Job?

Naja, so einen wirklichen ersten Job hatte ich leider noch nicht, aber ich hoffe, dass ich noch die Gelegenheit haben werde. Ich gebe mir wirklich Mühe mich ständig weiterzuentwickeln und neue Kontakte zu knüpfen. Ich suche immer nach Jobangeboten. Für ein paar habe ich mich beworben; zum Teil wurde ich genommen, zum Teil auch nicht. Mit meinen 1,66m ist das leider sehr schwer überhaupt an einen Job ranzukommen. Besonders schwer ist es von einer Agentur angenommen zu werden bei der Größe. Trotzdem habe ich bisher schon an einigen tollen Dingen mitgewirkt. Also mein erster “Job” war dann wohl die Teilnahme am Whitelotus-Calender und daher kann ich sagen, dass es einfach nur toll war.

Wie alt warst du, als du mit dem modeln angefangen hast?

Das Shooting für den Kalender war 2008, da war ich 17. Aber richtig angefangen habe ich im Frühjahr 2009 mit 18. Also vor ungefähr einem dreiviertel Jahr.

Was hält deine Familie/Freunde davon, dass du modelst?

Für mich ist es unglaublich schwer diese Frage zu beantworten, da ich bisher leider noch keinen Payjob hatte und es daher schwer ist, sich als richtiges Model zu definieren auch wenn ich sehr gerne von mir sagen würde, dass ich ein richtiges Model bin. Ein Teil meiner Freunde findet es wirklich toll, was ich mache und mag die Bilder, ein anderer Teil steht dem Modeln eher negativ gegenüber. Mit meiner Familie rede ich kaum darüber, da ich sie kaum sehe und die Zeit mit ihnen mit anderen Themen verbringe.

In letzter Zeit hast du immer wieder schöne neue Bilder auf deiner Sedcard. Was machst du um an neue Shootings oder gar an bezahlte Jobs zu kommen?

Erst mal vielen lieben Dank. Dafür mache ich einiges, wobei in letzter Zeit etwas weniger, da ich mich nun mehr auf mein Abitur konzentrieren muss und statt zu shooten leider mehr lerne.
Um an neue tolle Bilder zu kommen, bin ich zum Teil selbst sehr aktiv. Ich denke, dass viele Modelle darauf warten angeschrieben zu werden. Ich bin in der Hinsicht selbst sehr aktiv. Ich frage selbst an, ob er oder sie an einem Shooting interessiert ist, bringe meine Ideen gleich mit ein und schlage vor, was man machen könnte. Entweder bekomme ich eine Zusage oder eine Absage. Eine Zusage ist natürlich deutlich besser. Ich versuche ständig an mir zu arbeiten und möglichst unterschiedliches Bildmaterial zu haben, um meine Vielseitigkeit zu präsentieren. Wenn ich einen tollen Job sehe, bewerbe ich mich, wenn ich die Voraussetzungen erfülle. Aber auch wenn ich abgelehnt werde, geht die Welt für mich nicht unter und ich bewerbe mich weiter. Genauso ist das auch bei einem Casting. Vor zwei Wochen habe ich auch an einem Casting teilgenommen und wurde abgelehnt. Da gehört es natürlich dazu, nicht rumzuzicken und die Entscheidung der Agentur anzunehmen. Der Fotograf fand mein Verhalten unglaublich lieb und professionell, so dass er mich nochmal per E-Mail kontaktiert hat. Beim Casting, meinte er, hätte es wegen meiner Größe nicht gepasst. Er fand die Bilder von mir allerdings so toll, dass er dann nochmal gerne mit mir shooten wollte. Daher nicht aufgeben. Ich denke auch, dass man mit Freundlichkeit und einem tollen Verhalten zusätzlich deutlich bessere Chancen hat. Genauso wichtig ist es aber auch nicht ständig rumzunörgeln und zu zicken. Wartezeit und lange Shootings gehören nun mal dazu. Wenn eine Shootingstrecke von 11-19 Uhr dauert, ist das ebenso. Da kann man sich aber auch sicher sein, dass tolle Bildergebnisse kommen werden.

Du warst schon als Schauspieler am Staatstheater Wiesbaden tätig. Wie kam es dazu?

Bei dem Punkt denke ich mir, dass dabei sein alles ist. Ich hatte mehrere kleine Rollen, aber habe diese mit voller Liebe zum Schauspiel wunderbar gespielt.
Seit der 3. Klasse war ich vom Schauspiel wirklich sehr begeistert und stand auch in der Schule schon gerne auf der Bühne als Schauspieler. Mein Vater hat mich dann beim Theater angemeldet und schon war ich dabei. Hat wirklich viel Spaß gemacht. Leider hatte ich nach der Schule kaum noch Zeit mich schauspielerisch weiterzuentwickeln Ich vermisse es außerhalb der Schule wirklich sehr.

Wenn du dich zwischen Modeln und Schauspielern entscheiden müsstest, wofür würdest du dich entscheiden?

Hmm…das ist auch eine wirklich schwere Frage. Ich glaube ich könnte mich gar nicht entscheiden, da ich beides wirklich sehr liebe. Was mir am Schauspielen unglaublich gefällt ist, wenn ich beim Improvisieren die Leute zum Lachen bringen kann und sehe, dass es ihnen Spaß macht, mir zuzugucken. Es ist ein wunderbares Gefühl, die Gesichter der Menschen zu sehen, die von Freude erfüllt sind. Modeln wiederrum macht auch unglaublich Spaß. Es ist ähnlich wie beim Schauspielern. Man ist jemand, der man im normalen Leben nicht ist. Zu meinen schönsten Bildern zähle ich das Klimt-Gemälde. Da steckt unglaublich viel Arbeit drin. Zuerst wurde ich ca. sieben Stunden von den wunderbaren Paintern Peter und Petra Tronser angemalt. Danach folgte ein 2-stündiges Shooting mit J-maya. Anstrengend daran war, dass man sich 7 Stunden nicht setzen durfte, damit die Farbe nicht verwischt. Ich war froh, als das Shooting vorbei war und ich mich wieder setzen durfte. Allerdings hatte ich wirklich viel Spaß dabei und das Stehen wurde zweitrangig.
Was ich beim Schauspiel toll finde, ist dass du mehrere Momente hast, bei denen du dich selbst zeigen kannst. Beim Shooting ist das Ergebnis, das Bild, das Tolle, das nicht nur einen Moment beansprucht sondern viele Momente. Ein Bild kannst du dir ständig angucken, da es etwas ist, das nicht vergänglich ist. Ich glaube also wirklich nicht, dass ich mich entscheiden könnte. Ich denke, dass beides im Grunde sehr ähnlich ist, da man in beiden Bereichen viel mit Mimik arbeiten muss und Ausdauer braucht.

Wie kam es zu dem Kino-Werbespot-Dreh und wie hat dir der Dreh gefallen?

Zu dem Kino-Werbespot kam ich wie bei vielen anderen Jobs durch eine aussagekräftige Bewerbung. Der Dreh an sich war wirklich toll. Um 19 Uhr sollten wir vor Ort sein um von der Stylistin fertig gemacht zu werden. Ab 21 Uhr fingen wir mit dem Dreh an, der bis 5 Uhr morgens dauerte. Es war einfach fantastisch. Der Dreh war für Schwollener Wasser. Wir haben uns an einer Wasseranlage rhythmisch zur Musik bewegt und hatten alle unglaublich viel Spaß. Nachts war es allerdings ziemlich kalt, aber durch das Tanzen wurde die Kälte verdrängt. Sehr hilfreich war das ganze Team, das an dem Dreh beteiligt war. Ich würde jeder Zeit nochmal bei so etwas mitwirken wollen. Für mich war es der erste Dreh bei dem ich vor der Kamera stand und ich fand es toll.

Was ist deine schönste Erfahrung im Modelbereich?

Da gibt es wirklich viele schöne Erfahrungen. Zum einen wirklich der Kontakt zu tollen Fotografen und zu anderen tollen Modellen. Durch das Modeln habe ich auch unglaublich nette Menschen kennen gelernt mit denen ich auch privat nun Kontakt habe.
Unabhängig von all den wunderschönen Fotos gehört zu meiner schönsten Erfahrung die Teilnahme als Bodypainting-Model bei Wetten dass..? am 7.11.. Die Erfahrung vor solch einem großen Publikum live vor so vielen Menschen zu stehen ist wirklich grandios. Dass einem fast 13.000.000 Zuschauer von zu Hause aus zugeguckt haben, war auch sehr außergewöhnlich. Ich denke, so etwas erlebt man nicht jeden Tag. Es war toll bei den Vorbereitungen für die Livesendung dabei zu sein und zu sehen, wie es bei den Proben abläuft. Faszinierend war es, all die großen Kameras zu sehen und selbst von ihnen gefilmt zu werden. Leider wurde ich nicht nach vorne gerufen, aber dabei sein ist alles.

Was hälst du von Model-Castingshows?

Ich bin ehrlich und muss sagen, dass ich mit Model-Castingshows wenig Zeit verbringe. Ich versuche mich weiterzuentwickeln und niemanden nachzumachen. Was ich gar nicht mag, ist das Nachmachen irgendwelcher Shootings, die in den Shows gemacht wurden. Ich denke, dass jeder seine eigenen Ideen mit einbringen sollte. Alles andere ist sonst sehr unkreativ.
Von den Shows alleine halte ich nicht besonders viel, da sich die Modelle meistens nur anzicken. Aber gegen Model-Castings generell habe ich wirklich gar nichts. Wenn man entdeckt wird ist das toll. Was ich an den Shows gut finde ist, dass sie als eine wunderbare Referenz dienen und der Wert eines Models so sicherlich ansteigt.

Wie hältst du dich und deinen Körper fit? Achtest du sehr auf deine Ernährung?

Ich denke, dass ich das genauso handhabe wie die meisten Menschen auch. Dazu gehört dann Sport, eine tolle Ernährung und viel Spaß am Leben. Im Sommer halte ich mich prima mit dem Wakeboard fit. Das macht unglaublich Spaß und ist nicht so eintönig.

Was macht dir am Modeln am meisten Spaß?

Das ist sehr unterschiedlich. Die Vorfreude auf tolle Bildergebnisse macht mir sehr viel Spaß. Genauso viel Spaß macht es mir, wenn ich merke, dass die Harmonie zwischen Fotograf und Model stimmt und wir beide immer weiter shooten möchten.
Sich zu verwandeln und ein anderer Mensch zu sein, der man im normalen Leben nicht ist, bereitet mir auch viel Freude. Ich mag es in verschiedene Rollen zu schlüpfen, die ich im normalen Leben nicht bin. Die Bilder zeigen mir immer wieder wie vielseitig ich doch bin und das mag ich. Was mir noch sehr viel Spaß macht, sind die neuen Freundschaften und die neuen Kontakte die ich dadurch zum Teil knüpfe.

Welchen Tipp würdest du Nachwuchsmodeln mit auf den Weg geben?

Nicht aufzugeben ist meiner Meinung nach der wichtigste Tipp. Was ich für besonders wichtig halte, ist selbst aktiv zu sein, an sich selbst zu glauben und neue Kontakte zu pflegen. Woran ich mich immer halte ist die Pünktlichkeit, die Freundlichkeit und die Zuverlässigkeit. Ich denke, dass das noch drei besonders wichtige Punkte sind.

Vielen Dank für das Interview!

Zur Sedcard von Anni



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